Willkommen Zuhause bei Familie Heberlein

 
Wer vor dem „Landidyll Zum Alten Schloss“ in Kleedorf steht, mag sich vielleicht ein wenig darüber wundern, warum das Haus „Schloss“ heißt, obwohl es so gar nicht aussieht wie ein Schloss. Vielmehr wirkt es wie ein ehemaliges Bauernhaus, das zu einem großen und einladenden Hotel umgebaut wurde.
Der Name des alten Schlosses hat einen einfachen Grund: die Gegend um Kleedorf war schon vor über 100 Jahren eine beliebte Ausflugsgegend der Nürnberger. Hier genoss man die Sommerfrische und ging zum Wandern. Die Ausflügler kamen an einer Felsformation vorbei und die erweckte ihre Aufmerksamkeit. Denn diese Felsformation hatte spitze Zacken und sah für die Wanderer damit so aus wie ein Schloss. An dem Weg dorthin lag eine kleine Schänke, deren Name bald gefunden war. Seit dem Jahr 1902 hat sich das kleine Ausflugslokal zu einem Hotel-Restaurant gemausert, das insgesamt fast 400 Plätze bietet und über 110 Betten verfügt.
Seit seinen Anfängen ist das Alte Schloss im Besitz der Familie Heberlein, heute führt Hans Heberlein das Haus in der fünften Generation. Und die Entwicklungen, die es unter seiner Führung genommen hat, kann man durchaus als äußerst bemerkenswert bezeichnen.
Der Familienbetrieb, bei dem die Mutter frische Kuchen backt, der Vater als Jäger frisches Wild liefert und der Onkel als Landwirt für Milch und Kalbfleisch zuständig ist, konzentriert sich auf die traditionelle fränkische Küche und verwendet dafür nur frische Zutaten bester Qualität aus der Region. Das Alte Schloss ist Mitglied im Verein „Heimat auf dem Teller“ - dieser Verein knüpft ein Netzwerk aus Landwirten und Gaststättenbetreibern. Die Bauern aus der direkten Umgebung beliefern die Wirte mit ihren Produkten - der Gast erfährt auf der Speisekarte, von welchem Landwirt die Zutaten stammen und kann die Höfe besuchen und dort einkaufen.
Hans Heberlein hat sich dem kulinarischen Genuss ohne Kompromisse verschrieben. Er ist Mitglied in der Slow-Food-Bewegung. Diese aus Italien stammende Genießer-Gruppe hat dem Fast Food und der damit einhergehenden Geschmacksvereinheitlichung den Kampf angesagt. Im Alten Schloss bedeutet das: hier soll der Gast mit allen Sinnen erleben, wie Essen wirklich schmecken kann.
Und die Speisekarte liest sich wie ein Gedicht: Medaillons vom Schweinefilet mit Pesto gefüllt, mit Parmesan überbacken, auf Tomaten-Frischkäseregout mit Kartofellbällchen. Oberpfälzer Welsfilet aus Wurzelsud in leichter Meerrettichcreme mit Dampfkartoffeln. Oder: Mus vom Schmand und weißer Schokolade auf Sahnebeeren. Und einmal pro Jahr, zu Fronleichnam, gibt es „Vogelsuppe“, eine Spezialität des östlichen Mittelfrankens. Dabei handelt es sich um eine kräftige Rindersuppe vom Tafelspitz mit Innereien und Leberknödeln. Warum jedoch eine Rindersuppe Vogelsuppe heißt, darüber streiten sich schon seit Jahrzehnten die Historiker.
 
 
 
 
 
 
 
 



powered by hotelwebservice 2012